Alois Irlmaier (1894–1959)
Wer war Alois Irlmaier?
Alois Irlmaier gilt als einer der bekanntesten Hellseher des 20. Jahrhunderts. Geboren wurde er am 8. Juni 1894 auf dem Bruckthalerhof in Oberscharam bei Siegsdorf in Oberbayern. Von Beruf war er Brunnenbauer und lebte später in Freilassing. Am 26. Juli 1959 verstarb er im Alter von 65 Jahren, vermutlich an Leberkrebs. Trotz seiner einfachen Herkunft erlangte er große Bekanntheit, weil er behauptete, in die Zukunft sehen zu können.
Kindheit und frühe Jahre
Schon als Kind fiel auf, dass er eine besondere Fähigkeit haben soll: Er spürte Wasseradern mit bloßen Händen, ganz ohne Wünschelrute. Diese Begabung machte ihn später als Rutengänger bekannt. Während des Ersten Weltkriegs erlitt er schwere Verletzungen, unter anderem durch Verschüttung im Schützengraben. Viele seiner Visionen setzten nach diesen traumatischen Erlebnissen ein.
Seherische Fähigkeiten
Ab den 1920er Jahren erzählte Irlmaier, er könne Ereignisse der Zukunft sehen. Besonders während des Zweiten Weltkriegs machten ihn viele Menschen bekannt, weil er angeblich Bombenangriffe auf deutsche Städte vorhersagte. Familien suchten ihn auf, um zu erfahren, ob ihre Angehörigen im Krieg noch lebten oder wo Vermisste zu finden seien. Auch nach dem Krieg kamen Menschen zu ihm, weil er angeblich helfen konnte, Mordfälle aufzuklären oder verschwundene Personen zu finden.
Der Prozess von 1947
Seine Tätigkeit brachte ihm nicht nur Bewunderer, sondern auch Anfeindungen. 1947 stand Irlmaier in Traunstein vor Gericht, angeklagt wegen „Gaukelei“. Er wurde jedoch freigesprochen, nachdem Zeugen seine Aussagen bestätigten. Berühmt ist eine Szene aus diesem Prozess, in der er den Richtern voraussagte, dass die Ehefrau eines Richters in einem roten Kleid erscheinen werde – was sich wenig später tatsächlich erfüllte.
Bekannte Prophezeiungen
Alois Irlmaier wird bis heute vor allem mit seinen Prophezeiungen zum Dritten Weltkrieg in Verbindung gebracht. Er sprach von einem großen Konflikt, der überraschend beginnen werde, von einem Blitzkrieg über Deutschland und von einer dreitägigen Finsternis, die alles Leben bedrohen sollte. Seine Aussagen wurden mehrfach aufgezeichnet, unter anderem von Conrad Adlmaier in der Reihe „Blick in die Zukunft“. Manche seiner Voraussagen, etwa Naturkatastrophen, gesellschaftliche Krisen oder Kriege, werden bis heute diskutiert.
Persönliches Leben
1920 heiratete Irlmaier Maria Schießlinger, mit der er mehrere Kinder hatte. Trotz seines Ruhms blieb er ein einfacher Mann, der in Freilassing als Brunnenbauer und Wünschelrutengeher arbeitete. Viele Besucher schilderten ihn als freundlich, bescheiden und sehr zugänglich.
Sein Tod
Alois Irlmaier starb am 26. Juli 1959. Viele Menschen beschäftigten sich danach mit seinen Aussagen, die bis heute in Büchern, Artikeln und Diskussionen aufgegriffen werden.
Quellen und weiterführende Informationen
- Michael Dobler: Alois Irlmaier – Die letzten Tage
- Michael Dobler: Alois Irlmaier – Zwischen den Welten
- Michael Dobler: Alois Irlmaier – 2025 Die Endzeit
- Michael Dobler: Beweise seiner Gabe
- Michael Dobler: Alois Irlmaier – Der Krieg (vierbändige Reihe, in Arbeit)
- Conrad Adlmaier: Blick in die Zukunft (mehrere Ausgaben)
Hinterlasse einen Kommentar
You must be logged in to post a comment.